Ingo Moser

Farbraumbewegung 2003

©Ingo Moser, Church

Malerei

16. Mai bis 29. Juni 2003

Einführung: Dieter Begemann, Kunst.Wort

Die Malerei des Kölner Malers Ingo Moser kennzeichnet das Ausloten der Fläche durch ein Spiel mit den verschieden Möglichkeiten der Kontrastierung von Farbe und Struktur. Mosers Bildsprache reflektiert die Suche nach einer Balance von Ruhe und Unruhe, Ordnung und Unordnung, Natur und Architektur.

Schicht um Schicht werden Farbflächen auf HDF-Platten aufgetragen, übermalt, abgeschliffen, neu kombiniert, und wieder übermalt. Beginnend mit einem informellen, offen strukturierten Farbauftrag werden monochrome Farbflächen darüber gesetzt, Komplementäre oder oder harmonisierende Farbflächen kombiniert und wieder aufgebrochen. Es entstehen Gegensätze von zum Teil durchscheinenden, oder deckenden Flächen, scharfen Abgrenzungen und fließenden Übergängen.

©Ingo Moser

Die räumliche Wirkung der Farben wird durch ihre exakte physische Präsenz im Raum noch gesteigert. Die hochdichten Faserplatten, die sich durch eine hohe Formstabilität auszeichnen, ermöglichen es, dem Bildgrund eine Tiefe zu verleihen und so aus einem Tafelbild ein Wandobjekt zu machen, dessen Rand ebenso wie die Bildfläche bearbeitet sind. Es entstehen exakt dimensionierte Farbkörper, die sich untereinander in spielerische Beziehung setzen lassen. Moser trägt zudem die Farben mit einer Präzision auf, die den monochromen Flächen fast den Charakter von industrieller Fertigung verleiht und damit den Gegensatz zu den angrenzenden ungeordneten Farbflächen noch vergrößert.

©Ingo Moser, o.T.©Ingo Moser, o.T:©Ingo Moser o.T.©Ingo Moser, 2 Längskästen