Susanne Ring

Himmel und Hölle 2010

7. Mai bis 20. Juni 2010

Vernissage: 7. Mai um 20.00 Uhr
Einführung: Dr. Arie Hartog, Direktor des Gerhard-Marcks-Hauses

Finissage: 20. Juni, 11.00 – 16.00 Uhr

©Susanne Ring, Blick in die Ausstellung, 2010©20120, Susanne Ring, Blick in die Ausstellung, Detail©Susanne Ring, 2010, Blick in die Ausstellung, Detail©Susanne Ring, Blick in die Ausstellung©Susanne Ring, o.T.©Susanne Ring, Blick in die Ausstellung

 

©Susanne Ring, Blick in die Ausstellung©Susanne Ring, Blick in die Ausstellung"Himmel und Hölle 2009"

 

Um die Vielfalt der Variationen zu beschreiben, die Susanne Ring bei der Darstellung und Verfremdung der menschlichen Figur einfallen, reichen wenige Worte nicht aus. Ihre intuitiv entstehenden, expressiv bemalten und mehrheitlich aus Keramik oder einer Materialkombination mit Holz hergestellten Figuren sind z. T. mit überlangen Armen oder Hälsen ausgestattet. Sie sind mit Ornamenten oder stark verlaufenden, erdigen oder schrillen Farben bemalt oder unter Zuhilfenahme von Holzstöcken oder Drahtgeflechten komplettiert. Es entstehen Skulpturen mit einer andersartigen, fantastischen, fast grotesken Anmutung, die gleichzeitig auch eine zerbrechliche und anrührende Ausstrahlung haben.
So individuell die zwischen 10 und 100 cm großen Figuren auch gestaltet sind, so sind sie doch keine Individuen, sondern „ensembles“, die Susanne Ring immer wieder neu zu Installationen zusammenstellt.
Dabei visualisiert sie in raumfüllenden Aufbauten mit dem „Personal“ ihrer ensembles gesellschaftliche oder psychologische Themen und allgemeine Fragen nach der menschlichen der Existenz.

In der Installation „Himmel und Hölle“ greift Susanne Ring die Form des gleichnamigen faltbaren Kinderspiels auf, das sie als eine Form eines Kinderorakels auffasst, welches immer auch schon auf das Ende verweist. Die Skulpturen innerhalb des Raumes können vor diesem Hintergrund als verschiedene Facetten des Lebens an sich interpretiert werden.

Für die Ausstellung in der Galerie Kramer hat die Künstlerin auf den tableauartigen Aufbau der ursprünglichen Installation verzichtet und sie auf ein den Galerieräumen angepasstes Maß verändert. Entstanden ist eine neue Installation, die den Aspekt des “Wohnlichen” aufgreift und die um neue, größere Figuren erweitert worden ist. Die Figuren stehen frei im Raum verteilt auf Hockern oder kleinen Tischchen und ermöglichen so ein individuelles sich Einlassen auf die einzelnen Arbeiten. Der Aufbau changiert dabei zwischen Wohnung und Wunderkammer.

Susanne Ring lebt in Berlin und hat zur Zeit eine Vertretungsprofessur an der Hochschule für Bildende Künste Dresden inne.

©Susanne Ring, o.T.©Susanne Ring in der Galerie Obiger, 2010©Susanne Ring, 2010

 

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