Kerstin Grimm


Grimms Tierleben 2003

Bronzeskulpturen und Zeichnungen

14. Februar – 30. März 2003

©Kerstin Grimm, viele offene Fragen©Kerstin Grimm Aus: Die große Flußfahrt©Kerstin Grimm, Eva verläßt das Paradies 2002©Kerstin Grimm, Wergruppe Die große Flussfahrt©Kerstin Grimm, Der Löwe, Collage

Ein zentrales Thema, das die zeichnerische und bildhauerische Arbeit von Kerstin Grimm immer wieder durchzieht ist das des Aufbruchs. Auf ihren Collagen aus verschiedenen Papieren und Zeichnungen ordnet sie menschliches und tierisches Personal, Flügel, Fluggeräte u.ä. scheinbar erzählerisch auf dem Bildgrund an. Diese seriell aufgefassten Arbeiten tragen über einen längeren Zeitraum Titel wie “Der Traum vom Fliegen”, “Historie des Flugwesens” und “Die Instrumente zeigen sich”.
Zentrale Arbeit in ihrem bildhauerischen Schaffen ist die 1989 begonnene Werkgruppe “Die große Flußfahrt”, die immer wieder um neue Plastiken ergänzt wird. Die Künstlerin moduliert kleine Szenen mit bis zu 20 cm hohen, stark abstrahierten menschlichen und tierischen Figuren aus Wachs und läßt sie in Bronze gießen. Die meisten dieser fragilen und oft bizarren Wesen sind mit einer Plattform auf 1,50 m hohe, dünne Stahlstäbe montiert. Kleine Inseln, die bei Berührung sanft hin und her schwanken. Wir sehen Hunde, langbeinige Vierfüßler, Drachen, Schildkröten und Elefanten, Mischwesen mit drei Köpfen, speiende Engel, Doppelengel: fabelhafte Wesen, zum Teil mit symbolträchtigen Gegenständen, wie Rädern und Leitern versehen

Sowohl ihre Plastiken als auch ihre Zeichnungen sind “Geschichten von Fluchtversuchen, Bilder der Sehnsucht und des Aufbruchs, die heimlich in ihrer bewegungslosen Bewegung die Vergeblichkeit schon in sich tragen.”(K. Grimm) Ihre neuesten Arbeiten werden zunehmend konkreter und setzen einen stärkeren Akzent auf das Verhältnis von Mensch und Tier. Sie thematisiert u.a. eine selbstverständliche Art des Umgangs miteinander, die verloren gegangen zu sein scheint.