Sun-Rae Kim

Microtope 2002

©Sun-Rae Kim, Schneemann

Objekte aus Papier
Februar – 24. März 2002

Einführung: Anne Frechen, Künstlerische Direktorin
der Künstlerhäuser Worpswede

In ihrer künstlerischen Arbeit setzt Sun-Rae Kim sich mit der Hülle, der Oberfläche des Menschen auseinander. Ihre Papierobjekte thematisieren zum einen Kleidung als die zweite Haut des Menschen und die damit verbundenen Phantasien und Projektionen. Zum anderen erscheinen ihre Arbeiten wie Teile von inneren Organen, Zellhaufen oder Ähnliches des menschlichen Körpers.

Immer sind ihre Objekte jedoch relativ kleine, hohle Papierkörper, deren Oberflächen sie auf vielfältige Weise gestaltet und strukturiert. So verwendet sie verschiedene Alltagsmaterialien, wie Strohhalme, Wattestäbchen, Klebestreifen, Perlen, Zuckerkugeln, Papierblätter etc., die in diesem Zusammenhang verwendet kaum wiederzuerkennen sind. Der dabei angewendete Ideenreichtum und die Präzision der Herstellung verleihen den Kunstwerken einen hohen ästhetischen, fast märchenhaften Reiz.

Die Schönheit der Oberflächen täuscht jedoch nicht darüber hinweg, dass die Hüllen leer sind. Das Wesen(-tliche) dahinter bleibt unsichtbar. Es kann nur jeweils gedacht werden und ist so als das stets Mitgemeinte präsent. Ihre Arbeiten werden über ihre koreanische Galerie auf den größten internationalen Kunstmessen gezeigt und haben bisher großen Anklang gefunden.

©Sun-Rae Kim, Body©Sun-Rae Kim, Bienenmann©Sun-Rae Kim, Hängende Mäntelchen©Sun-Rae Kim, Gruppenbild mit Silberjacken