Dominik Halmer

Semi-Athletics

25. April – 23. Mai 2015

Die Ausstellung wird verlängert bis einschließlich Samstag, den 30. Mai 2015

Dominik Halmer, Fieldmaster, 2015

Dominik Halmer, Fieldmaster, 2015,Tusche, Lack auf Leinwand, Holz, Rolle, Baseballhandschuh, Scharniere, 185 × 100 × 5 cm

Dominik Halmer, California, 2015, 141 x 160 x 19 cm, Tusche, Lack uaf Leinwand, Holz, Baseballkorb, Fallschirmschnur

Dominik Halmer, California, 2015, Tusche, Lack auf Leinwand, Holz, Baseballkorb, Fallschirmschnur, 141 × 160 × 19 cm

Dominik Halmer, Gymnopädia, 2015, Tusche, Lack auf Baumwolle, Nussbaumholz, Kunststoffseile, Turnringe, 152 x 106 x 5 cm

Dominik Halmer, Gymnopädia, 2015, Tusche, Lack auf Baumwolle, Nussbaumholz, Kunststoffseile, Turnringe, 152 × 106 × 5 cm

©Foto:Dominik Halmer, Blick in die Ausstellung

 

©Foto:Dominik Halmer, Blick in die Ausstellung

 

©Foto:Dominik Halmer, Blick in die Ausstellung

 

©Foto:Dominik Halmer, Blick in die Ausstellung

Dominik Halmer hat bis 2009 bei Heimo Zobernik und Albert Oehlen studiert und versteht seine Arbeit als Forschung am Bild, wobei er die Grenze zwischen Bild und Skulptur, Wandobjekt und Installation neu auslotet.

Für die Ausstellung „Semi-Athletics“ hat er neue Leinwand-Arbeiten ausgewählt, die sich durch die Anfügung realer Attribute aus dem Sportbereich auszeichnen. So gibt es Bilder, neben die ein Basketballkorb oder ein Baseballhandschuh montiert ist. Die mit einer rechteckigen Gitterstruktur gefüllten Bildflächen scheinen sich an einigen Stellen zu „wölben“. Durch den Bezug zum Sportgerät erinnern die plastischen Strukturen an Bälle, die unsere Sehgewohnheiten und die Neigung zur Kombinatorik durchs Netz rauschen oder dem Handschuh entgleiten sehen.

Die Idee der Erweiterung seiner Bilder über den Rahmen hinaus verfolgt Dominik Halmer schon länger. So gibt es Leinwände mit möbelartigen Beinen, die in den Raum zu laufen scheinen oder Bilder, die mit Scharnieren so an die Wand gebracht sind, dass sie wie eine Tür gedreht werden können. Das Bild „Handtuchhalter“, dem ein Haken und ein Frotteetuch angefügt sind, gibt vor, einen praktischen Nutzen zu haben.

Roland Nachtigäller schreibt in einem Katalogtext dazu: „Das Bild drängt sich über das Zitat des Möbelhaften mittenhinein in die Lebens– und Erfahrungswelt des Betrachters, setzt sich zu ihm ins Verhältnis und macht das Gegenüber damit zum Akteur und zum Thema.“ (Roland Nachtigäller, Die Dinge im Schwebezustand, in: Dominik Halmer. Wertschöpfung, Bönen 2013)
Für Dominik Halmer sind diese Arbeiten auch der Einstieg in die Frage, wie sich der Assoziations- und Deutungsrahmen eines Bildes durch die Kompositionsweise und den Umraum beeinflussen lassen.