Christiane Bergelt, Tobias Buckel

between fluid edges

6. März – 11. April 2015

between fluid edges

Eröffnung am 6. März um 20 Uhr

©Tobias Buckel, Wallboard, 2013

Tobias Buckel, Wallboard, 2013, Öl auf Leinwand, 200 × 150 cm

©Christiane Bergelt, Loslaufen, 2014, Mischtechnik auf Papier

Christiane Bergelt, Schlinge, 2014, Mischtechnik auf Papier, 220 × 200 cm

 

Tobias Buckel, Doppelung, 2013<br />
Öl auf Leinwand, 180 x 140 cm<br />

Tobias Buckel, Doppelung, 2013, Öl auf Leinwand, 180 × 140 cm

Tobias Buckel, Lagen, 2015, Vinylfarbe auf Leinwand, 110 x 150 cm<br />

Tobias Buckel, Lagen, 2015, Vinylfarbe auf Leinwand, 110 × 150 cm

©Christiane Bergelt, Am Ufer, 2014, Mischtechnik auf Papier, 220 x 190 cm

Christiane Bergelt, Am Ufer, 2014, Mischtechnik auf Papier, 220 × 190 cm

„Between fluid edges“ – zwischen fließenden Rändern – unter diesem paradoxen Titel haben Christiane Bergelt und Tobias Buckel ihre Arbeiten für die gemeinsame Ausstellung in der Galerie Kramer ausgesucht. Der Widerspruch von den flüssigen Kanten markiert auf der einen Seite die beiden Pole der malerischen Themen, mit denen sich die beiden im Moment beschäftigen und ist zum anderen auch als Sinnbild zu sehen für die Schwierigkeiten, denen sich eine Malerei ausgesetzt sieht, die auf der Suche nach neuen Formen ist. Für Christiane Bergelt und Tobias Buckel begann diese Suche schon während ihres Studiums an der Kunstakademie Nürnberg, das sie 2008 und 2010 als Meisterschüler von Prof. Thomas Hartmann abgeschlossen haben.

Die Malerei von Christiane Bergelt findet bevorzugt auf großen, auf dem Boden liegenden Papierbögen statt, auf denen sie während des Malprozesses herumläuft und die sie knickt und faltet, damit sie eine für sie inspirierende Kraft behalten. Ihre neuen Arbeiten sind sehr informell gestisch und nass in nass gemalt, sodass sie wie riesige Aquarelle wirken. Auch wenn sie eine Auseinandersetzung mit dem Element Wasser sind, versucht Christiane Bergelt während des Malprozesses intuitiv die Assoziation an bekannte Bildelemente, wie an Horizontlinien, harmonische Flächenzuordnungen oder Schwünge zu vermeiden. Es entstehen Bilder, die trotz ihrer Gesamtkomposition doch nicht wie komponiert wirken, sondern die den Blick eher auf die Summe der Komponenten der Arbeit lenken.

Bei Tobias Buckel ist es sein Interesse am architektonischen Raum, das er auf die „Räume“ seiner Bildflächen überträgt. Es entstehen Bilder mit zueinander stehenden Linien und Flächen, die einen räumlichen Eindruck vermitteln, ohne jedoch einer korrekten perspektivischen Darstellung zu entsprechen. Oft ist das Gegenteil der Fall und es verlaufen die Linien gerade nicht dort, wo man sie der eigenen Erfahrung nach erwarten würde. Seine Bildräume stets sind um eine Kleinigkeit versetzt, seine Linien und Bildschwerpunkte verschoben, lasierend übermalt oder nur angedeutet. Die Flächen sind oft durchscheinend gemalt, was seine Bilder dadurch leicht und schwebend wirken lässt. Sie verströmen eine manchmal kaum merkliche Irritation.

Christiane Bergelt geboren 1982 in Marienberg/Sachsen
erhielt während des Studiums bereits verschiedene Stipendien. 2009 erhielt sie von der Studienstiftung des deutschen Volkes ein Postgraduiertenstipendium für Großbritannien. 2010 war sie auf der Shortlist für den GAM–Award, Chelsea College of Art & Design, London gelistet.

Zur Biografie von Christiane Bergelt

Tobias Buckel, geboren 1978 in Ansbach,
erhielt nach seiner Ausbildung an der Kunstakademie Nürnberg und dem Chelsea College of Art and Design, London mehrere Auszeichnungen und Stipendien, so u. a. ein DAAD Jahresstipendium für London und 2014 das Residenzstipendium der Bayerischen Staatsregierung Cité Internationale des Arts, Paris

Zur Biografie von Tobias Buckel