Sebastian Tröger

The Point of Yes Return oder wie man aus dem letzten Strohhalm eine Flöte baut.

12. September – 25. Oktober 2014

Eröffnung am 12. September um 20 Uhr

Einführung: Christian Orendt

©Sebastian Tröger, Die Schutzheiligen, 2012, je 200x70cm

Sebastian Tröger, Die Schutzheiligen, 2012,Acryl und Öl auf Leinwand, je 200×70cm

Sebastian Tröger, Die nächste Generation, Acryl und Öl auf Leinwand, 2012, je 200×70cm

So schön, aber leider auch sol teuer, 2012, 60 x 50cm

So schön, aber leider auch so teuer, 2012, Öl und Acryl auf Leinwand, 60 × 50 cm

Munch als erstauner Künstler nach der zweiten Kopie des Schreis 70cm x 50cm

Munch als erstauner Künstler nach der zweiten Kopie des Schreis, Öl und Acryl auf Leinwnad, 70cm x 50cm

Artist mit letztem Strohhalm und schönem Ausblick, Öl und Acryl auf Leinwand, 180cm x 125cm, 2014

Seltene Schlange, die aussieht wie ein gewöhnlicher Ast, 50 x 70 cm

Seltene Schlange, die aussieht wie ein gewöhnlicher Ast, Öl und Acryl auf Leinwand, 70 × 50 cm

Sebastian Tröger, Jahrgang 1986 gehört zu den interessanten jungen Künstlern der Kunstszene. 2014 hat er sein Meisterstudium an der AdBk Nürnberg bei Prof. Michael Munding beendet.

In seiner künstlerischen Arbeit setzt er sich kritisch mit dem System der Kunst und des Kunstmarktes auseinander. Seine ironischen Bilder und Installationen eröffnen einen distanzierten Blick auf die „Flachware“ an der Wand von Museen und Galerien, wobei es Tröger weniger um eine Behandlung von künstlerischen Themen und Techniken geht, sondern vielmehr um die Art und Weise, wie Kunst in dieser Gesellschaft gesehen wird. Auf zum Teil großformatigen Leinwänden zitiert er unterschiedliche Stilrichtungen und Genres der Malerei in einer Art spontan wirkendem, schnellen „Bad Painting“. Die zu den Arbeiten gehörigen Bildtitel, die zwischen Banalität, Lakonie und Ironie pendeln, fügen eine weitere Ebene der Brechung hinzu. Im Zusammenspiel mit den Bildmotiven kommentieren sie eine überhöhende Rezeptionsweise von Kunst.

Tröger zeigt in der Malerei und den Installationen nicht nur eine große Vielfalt an unterschiedlichen künstlerischen Ausdrucksformen sondern auch einen intelligenten Humor.

Wenn er ein Bild mit „Rothko denkt nur an seine Bambuszucht und merkt gar nicht, wie schön sein Küchenfenster von außen aussieht“ betitelt, so ist das entsprechende Fenster im Stil einer geteilten Rothko-Farbfläche gemalt.
Ähnlich verspielt und vielschichtig sind seine Arbeiten mit Titeln wie „Alle lieben Malerei“, „So schön, aber leider auch so teuer“, „Gerhard Richter entdeckt die abstrakte Malerei“, „Kopf hoch Cy, wird schon“, oder „Machen kann das jeder, aber verstehen tun es nur wenige“.

Die Galerie zeigt eine Auswahl aus Trögers Malerei der letzten beiden Jahre.

Zu Sebastian Tröger:

1986 in Erlangen geboren, Studium an der AdBK in Karlsruhe und in Nürnberg
Lehraufträge an der AdBK Nürnberg und Karlsruhe

Auszeichnungen

2014 Akademiepreis AdBK Nürnberg
2010 Stipendium des Freistaates Bayern für ein Gaststudium an der Staatlichen Hochschule für Gestaltung in Karlsruhe
Oskar-Karl-Forster Stipendium
Klassenpreis
2009 2. Platz Langwasser Kunstpreis, Nürnberg
Kunstkalender 2010, „Junge Kunst in Bayern“, Lfa Förderbank Bayern
2008 1. Platz Kunstförderpreis der Stadt Lauf
1. Platz Kunst- und Architekturwettbewerb Branad Systems AG Fürth
Zur Biografie von Sebastian Tröger