Nico Mares

Neue Arbeiten 2014

13. Juni bis 22. August 2014

Am Sonntag, den 6. Juli ist die Galerie von 13 – 18 Uhr geöffnet.

Blick in die Ausstellung

Nico Mares the hills 2014 210 x 290 cm

Nico Mares, “the hills”, 2013, 210 × 280 cm, Acryl auf Nessel

©Nico Mares,w.l.s., 2014,155x130cm Acryl auf Nessel
Nico Mares, “w.l.s.”, 2014, 130 × 155 cm, Acryl auf Nessel
©Nico Mares, t.b.c. 2014, 75 x 90 cm

Nico Mares, “t.b.c.”, 2014, 90 × 80 cm, Acryl auf Nessel

©Nico Mares SP. BR., 2014, 195 x 155 cm

 

Nico Mares, “SP. BR.”, 2014, 155 × 195 cm , Acryl auf Nessel

©Nico Mares, s.l., 2014, 85 x 55 cm

 

Nico Mares, “s.l.”, 2014, 90 × 85 cm, Acryl auf Nessel

Auszug aus einem Begleittext von Dr. Raimund Stecker:

Denn wäre sich der Idee von Bild und Malerei faktisch durch Bilder und Malereien bis zur Nichtdistanz zu ihrer jeweiligen absoluten Idee zu nähern, wäre mithin der erstrebte Gipfel wirklich zu erklimmen, das wesenhaft sisyphotische Unternehmen der Kunst wäre beendet – das, immer wieder Fragen zu stellen, zu denen Antworten bereits vorhanden sind, die aber als solche nicht erkannt, weil nicht erfragt werden. Folglich also ringt jeder Künstler weiter und weiter – und das wohl wissend, immer zu scheitern, es sei denn, er erkennt, dass sein jeweiliges Scheitern das letztendliche Ziel ist.

Sehen wir die Bilder von Nico Mares unter diesem Horizont, begreifen wir sie als jeweilige Frage nach zwar absoluten, folglich nicht bekannten Antworten, so stehen wir vor einer unendlich reichen Varianz an Fragen. Bestimmen Formen ein Bild oder Farben? Bedarf es einer Formidee oder gibt die Farbe die Form vor? Gibt es Formen ohne Farben und Farben ohne Formen? Sind es Formen gegen oder mit Formen, die Spannung oder Ausgewogenheit erwirken oder sind es Farben gegen oder mit Formen? Muss ein Bild ausponderiert sein oder eben gerade nicht, muss es finito wirken oder aperto….?????

Jedem Bild Nico Mares’ ist genau diese sichere Ratlosigkeit, diese Risikofreude oder aber auch Scheiterlast eingegeben. Jedes ist offen, weil es kein Abgeschlossen gibt. Jedes ist sowohl Farbe als auch Form und nie entweder Kolorit oder Gleichgewicht. Jedes ist abgebrochen finalisiert und zugleich unausgewogen ponderiert – jedes widersprüchlich schön! Den Künstler findet man nicht selten ratlos sicher in seinem Atelier, zweifelnd bestätigt, erfolgreich scheiterfroh, klar unentschieden und zugleich entschieden wirr und rastlos ruhend. Diese Stimmungen sind jedem seiner Bilder zueigen und bestimmen ihre Präsenz und Qualität – eine Qualität an Innovationssucht, die leider nahezu allen entfremdet Existierenden fremd ist, weil sie die allpräsente Existenzfrage ignorieren oder verdrängen. Jedes Bild von Nico Mares aber stellt uns dieses Ignorieren und Verdrängen als Dilemma spiegelgleich vor – und gemahnt, in den Spiegel hineinzutreten, ohne ihn zu zerstören, gemahnt, das Dilemma eben als Dilemma zu erkennen, wohl wissend, es letztendlich nicht beGREIFEN zu können, weil es erfolgsuchende Scheiterlust voraussetzt, die wir uns nicht leisten zu können glauben. Nico Mares aber leistet sie sich – und stellt uns seine ge- und erschöpften Bilder als ästhetisch betörende Resultate vor!

Raimund Stecker

©Nico Mares, the S., 20143, 210 x 290cm

Nico Mares, “the S.”, 2013, 210 × 290 cm, Acryl auf Nessel