Nico Mares


Nico Mares, Malerei 2011

11. November 2011 bis 21. Januar 2012

Eröffnung am Freitag, den 11. November ab 20 Uhr

©Foto:Nico Mares, Blick in die Ausstellung©Foto:Nico Mares, Blick in die Ausstellung©Foto:Nico Mares, Blick in die Ausstellung©Foto:Nico Mares, Blick in die Ausstellung©Nico Mares, 2011, o.t., 160 x210 cm, Acryl auf Nessel ©Nico Mares, 2011, Objet trouvé, 150 x210 cm, Acryl auf Nessel©Nico Mares, 2011, o.T., 55 x 70 cm, Acryl auf Nessel©Nico Mares, 2011, o.T., 55 x 70 cm, Acryl auf Nessel©Nico Mares,  2011, o.T., 55 x 70 cm, Acryl auf Nessel©Nico Mares,  2009, the revenge, 160 x 160 cm, Acryl auf Nessel©Nico Mares, 2010, still burning, 90 x 100 cm, Acryl auf Nessel

 

Ordnung und Zufall, gemacht und geworden – das sind die Pole zwischen denen sich die Malerei von Nico Mares bewegt. In ihrem zufälligen Fließen wird die Farbe kaum merklich gesteuert. Die Hand des Malers scheint kaum einzugreifen. Und dennoch entsteht eine Gesamterscheinung von klarer und einfacher Struktur: oben und unten, hell und dunkel, farbig und nichtfarbig, flächig und detailliert.

Eruptive Kräfte scheinen sich auf dem Bild auszubreiten oder organische Strukturen, die wachsend sich ins Bild drängen. Ein ganzheitlicher Bildfluss verschlingt jedes Einzelmotiv. Es gibt ein dramatisches Bildgeschehen, das sich nicht dem Motivischen verdankt, sondern der wie aus dem Nichts und ohne festen Plan entstandenen Malerei, der Farbe, der Form. Es ist ein Bildgeschehen, das nicht so sehr vom Künstler initiiert ist, sondern vielmehr sinnfälliger Ausdruck eines allgemeinen, überindividuellen Bewegungsimpetus ist. Diese Bewegung kommt von außerhalb des eng begrenzten Bildes und streift wie nur zufällig auch die Bilder von Nico Mares, wo sie zur Sichtbarkeit gelangt, während sie sonst nur als virtuelle Energie existiert.

Dass diese Energie sich einer eigentlichen Form entsagt und „macht was sie will“, also nicht „in Form“ zu bringen ist, wird daran deutlich, dass die Binnenstruktur der sich ergebenen Formen von großer Diskrepanz ist. Diese wiederum aber ist Ausdruck eines umfassenden, keineswegs harmonischen und ausgeglichenen Weltgeschehens.

Prof. Ferdinand Ullrich

in: Phänomenal, Junge Kunst aus der Kunstakademie Münster, Eine Ausstellung der WGZ Bank Düsseldorf,
10. März – 16. April 2010