©Harald Falkenhagen, 2010

Sonja Alhäuser, Harald Falkenhagen, Paula Mueller, Christian Orendt Zeichnungen

17. September – 31. Oktober 2010

Eröffnung am 17. 9. 20.00 Uhr
Einführungsrede: Dr. Rainer Beßling, Kulturjournalist

Die Ausstellung wird verlängert bis zum 6. November. Sie endet mit einem Künstlergespräch mit Sonja Alhäuser und Harald Falkenhagen am Samstag, den 6. 11. ab 17.00 Uhr.

Am Sonntag, den 31. Oktober ist die Galerie von 13.00 – 18.00 Uhr geöffnet.

©Sonja Alhäuser, Verlobung mit Kalamari und Fritti

Sonja Alhäuser (*1969) fertigt fragile, vitale Zeichnungen an, die immer verbunden sind mit Aktionen, in denen sie das Essen zum Thema ihrer Kunst macht.
Ihre opulent gestalteten Büfetts mit Skulpturen aus Buttercreme, in Formen gegossene Tierfiguren und essbaren Kunstwerken erinnern an die Sinnenfreude barocker Bankette und kontrastieren eindrucksvoll mit unserem heutigen, oft rein funktionalen Verhältnis zu Lebensmitteln.
In ihren Zeichnungen reflektiert sie unsere Lebensbedingungen oder hält die nötigen Handgriffe und Schritte zur Fertigstellung eines Gerichts fest.

©Harald Falkenhagen©Harald Falkenhagen

Harald Falkenhagen (*1956) arbeitet schon seit mehr als 20 Jahren mit einem Zeichnungssystem, das fast ohne die Zeichnung auskommt. Das ästhetische Hauptmotiv seiner Arbeiten ist seine eigene Handschrift. Sätze, einzelne Worte oder Datum und Uhrzeit werden auf einen weißen Bogen Papier geschrieben. Verbunden mit minimalistischen Zeichen entstehen so gedankliche Zusammenhänge, die weitläufig den Prozess von künstlerischer Produktion umkreisen. In dem er lakonisch die Dinge auf den Punkt bringt, macht er das auf seinen Bildern nicht Gesagte, sondern nur Mitgedachte zum eigentlichen Thema.

©Paula Mueller, Deutsche Helden, 2010©Paula Mueller, no show today, 2010

Paula Mueller (*1977) entwickelt aus intuitiven Impulsen heraus ihre Ideen. ALLE ÖFFNUNGEN AUF EMPFANG, so beschreibt sie ihre Arbeitsweise und so ist auch ihr anläßlich der Verleihung des GWK Förderpreises erschienener Katalog betitelt.
Ihre Sensibilität gegenüber der sie umgebenen Kultur verarbeitet sie in Zeichnungen mit einer Kombination von Schrift und Sprechblasen. Es entstehen Arbeiten mit einer Fülle von intellektuellen und visuellen Anregungen, die von einem hintersinnigen und teilweise absurden Humor sind.
„Chiffren alles Chiffren“ so eine kleine lakonische Unterzeile unter einer gezeichneten Reihe aufgehängter Erdbeeren

©Christian Orendt,2009, Das neue Projekt©Christian Orendt, Die guten Zeiten:"Die guten Zeiten dauern jetzt schon so lange an, dass überhaupt keiner von uns mehr die schlechten Zeiten erkennen würde, wenn sie es wagen würden, wiederzukehren." ©Christian Orendt, Aschgrau, 2009:"Da sieh, das ist doch.....aschgrau, die Lieblingsfarbe der Götter"

Christian Orendt (*1980) hat in seinen Zeichnungen die Essenzen seiner beiden Studienorte – Philosophie in Nürnberg, Grafik und Buchkunst in Leipzig, verbunden. Seine Zeichnungen zeigen eher unscheinbar gezeichnete Figuren, die sich ausgiebig mittels Sprechblasen unterhalten und deren Texte es in sich haben: „Es ist nicht schlimm ein Gott zu sein“ lautet der Tietel seines mit Zeichnungen gefüllten Buches.
Orendt pflegt eine humorvolle Philosophie des Banalen mit einem kritischen Blick auf die feststehenden Deutungsmuster dieser Gesellschaft.

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