Werner Schlegel


Skulptur und Zeichnung 2006

©Werner Schlegel, Bildstämme 2005

22. September – 5. November
Vernissage: 22. September 20 Uhr

Einführung: Dr. Veronika Wiegartz, Gerhard Marcks Haus
Finissage: 5. November 11 bis 15 Uhr

Der in der Nähe von Paderborn lebende Bildhauer Werner Schlegel ist durch seine grobe Bearbeitung von großen Holzblöcken und Baumstämmen bekannt geworden. Mit der Kettensäge rückt er dem oft mehre hundert Jahre alten Holz gefällter Eichen oder Ulmen zu Leibe, um aus ihnen geometrische Körper zu schneiden. Ob er deren Oberflächen nun mit der Säge gezielt strukturiert oder ob er sie mit Ölkreiden und Graphit bearbeitet, stets zeigt der Eingriff ein Abwägen zwischen der Ästhetik natürlicher Gewachsenheit des Holzes und einem künstlerischen Formungswillen.

So stehen die Spuren, die die Kettensäge beim Zersägen im Holz hinterläßt, gleichberechtigt neben der natürlichen Struktur des Holzes und künstlerischen Eingriffen mit Kreide und Pigmenten. Die kreisende Spur, die die rotierende Kette auf einem Bildblock hinterlassen hat wird mit Kreide übermalt und so zum Teil der Zeichnung erhoben. Schwere, aufgerichtete Eichenstämme tragen im oberen Drittel zarte, netzartige Kreidezeichnungen, die den Blick frei lassen bzw. ihn noch eher lenken auf die gewachsene Struktur des Holzes und die Unebenheiten der handgesägter Flächen darunter.

©Werner Schlegel, Bildblock 2006©Werner Schlegel, Bildstele 2006©Werner Schlegel, Bildstele I 2006©Werner Schlegel Toy 2006©Werner Schlegel 3 Bildblöcke 2005