Hannes Kater

Am Gängelband der Affekte 2005

©Hannes Kater am Gängelband der Affekte 2005

Zeichnung und Installation

20. Mai bis 3 Juli

Vernissage: 20. Mai 20 Uhr

Der Künstler wird selbst in seine Raumzeichnung einführen, die er innerhalb von 20 Tagen in der Galerie Kramer geschaffen hat.

Die Galerie zeigt neben der temporären Raumzeichnung “Am Gängelband der Affekte” Drucke von Zeichnungen Katers oder bietet die Möglichkeit, sich eigene Texte vom Künstler in eine Zeichnung umwandeln zu lassen.

© Hannes Kater, Am Gängelband der Affekte, 2005©Hannes Kater Detail mit Vogelhirn

 

©Hannes Kater, Am Gängelband der Affekte Detail

 

©Hannes Kater, Am Gängelband der Affekte, Detail©Hannes Kater, Sammelbecken mit zwei Ebenen

 

Hannes Kater hat aus der Zeichnung heraus eine Bildsprache entwickelt, deren Grundelemente er der Zeichensprache der schnellen und komplexen Kommunikation entlehnt hat: den Piktogrammen, den schematischen Darstellungen chemischer und physikalischer Prozesse und den Großstadtgraffities. Aus der Beschäftigung mit diesen reduzierten Zeichensystemen hat er seine „Darsteller“ entwickelt: Zeichen, die nun auftreten und jeweils mit einer festgelegten Bedeutung versehen ihren Weg über die Wand oder das Blatt Papier antreten, um eine Geschichte zu erzählen oder Reflexionen oder Gedankenflüsse mitzuteilen.
Dem Betrachter präsentiert sich dann ein komplexes, sich verknäulendes und vernetzendes Gesamtbild ohne zeitlichen Ablauf von Anfang und Ende, das zu eigenen Mutmaßungen über den Inhalt anregt, an dessen Entschlüsselung er sich aber auch mit Hilfe eines dazu entwickelten Lexikons machen kann. Die Bild-Zeichen offenbaren dabei ihre Nähe zur gesprochenen Sprache und machen durch ihre komplexe Zeichenstellung gerade die ganz anders geartete Komplexität des Sprechens bewusst.